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  Depressionen
                                            - was sind Depressionen und was kann man dagegen tun?

Depressive Eltern - was kann man tun?

Für erwachsene Kinder ist es nicht einfach, wenn die Eltern an einer Depression erkranken und einer Therapie bedürfen. Noch schwieriger ist es, die Eltern von der Notwendigkeit, eine Therapie zu beginnen, zu überzeugen.

Schwierigkeiten der Eltern

  • Viele ältere Menschen finden es ganz normal, daß sie niedergeschlagen sind, hoffnungslos, traurig und müde. Der Gesundheitszustand verschlechtert sich, möglicherweise ist der Ehepartner verstorben, sie fühlen sich allein. Warum sollte das Leben also noch lebenswert sein? Sie finden es ganz normal, daß sie sich so fühlen, wie sie sich fühlen. Daß sich die große Mehrheit der älteren Menschen nicht so fühlt, sehen sie nicht.

  • Sie sehen in der Vergesslichkeit und der Verminderung der Konzentration ein Zeichen ihres Alters, nicht einer Krankheit.

  • Ältere Menschen sehen es nicht als selbstverständlich, bei psychischen Problemen professionelle Hilfe aufzusuchen. Sie haben Angst davor, als "verrückt" zu gelten.

  • ältere Menschen, vor allem aber Eltern, können nicht so gut über ihre Gefühle sprechen. Sie haben Angst, eine Schwäche zu zeigen. Sie sprechen zwar über die körperlichen Beschwerden, gehen deswegen auch zum Arzt und lassen unzählige Untersuchungen über sich ergehen, halten ihre depressiven Gefühle aber geheim.

  • Eltern fühlen sich verantwortlich für ihre Kinder und wollen ihnen gegenüber stark sein. Daß sie selbst Hilfe benötigen, können sie Ihren Kindern nicht zeigen. Deswegen spielen sie die Symptome der Depression oft herunter.

Schwierigkeiten der Kinder

  • Wenn erwachsene Kinder die Eltern altern sehen, neigen sie dazu, das Alter selbst als Grund für die Depressionen verantwortlich zu machen.

  • Kinder können oft ihren Eltern gegenüber nicht aus ihrer Rolle des Kindseins heraus. Immer waren die Eltern diejenigen, die getröstet haben, geholfen haben und ein offenes Ohr hatten. Diese Rollen zu tauschen und selbst derjenige zu sein, der jetzt den Eltern helfen muss, fällt ihnen nicht leicht.

  • Kinder fühlen sich oft verantwortlich für die Stimmung ihrer Eltern. Wenn bei den Eltern eine Depression auftritt, können bei den Kindern Schuldgefühle entstehen.

  • Wenn Sie glauben, daß Ihre Eltern depressiv sind, bedenken Sie, daß die Krankheit geheilt werden kann und wenden Sie sich, am besten mit Ihren Eltern zusammen, an einen Arzt. Schildern Sie ihm Ihre Vermutung und weisen Sie auf die Symptome hin. Wenn nötig, organisieren Sie einen Termin beim Psychiater, vorzugsweise bei einem Psychiater, der Erfahrung mit älteren Menschen hat.
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