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Was eine Depression nicht ist
Das Wort Depression leitet sich ja von Niederdrücken ab, wie
Sie schon auf der Startseite gesehen haben. Niedergedrückt
sein, traurig sein, die Hoffnung verloren haben, pessimistisch sein
- all diese Worte passen zur Krankheit Depression. Hat man aber
eines dieser Symptome, so leidet man nicht automatisch an der Krankheit!
Jedes einzelne dieser Gefühle ist ein vollkommen normales
Gefühl, welches jeder Mensch zu irgendeiner Zeit einmal verspüren
wird, genauso wie positive Gefühle: Freude, Zuversicht oder
Liebe und die vielen anderen, wunderschönen Gefühle, die
wir so haben können.
Der Mensch besitzt eine unendliche Bandbreite von Gefühlen,
die es ihm ermöglichen, das Leben in der vollen Bandbreite
wahrzunehmen. So ist es ganz normal, daß wir uns ärgern,
weil uns jemand ins Auto gefahren ist sowie, daß wir zornig
sind, wenn wir den Arbeitsplatz verloren haben, und natürlich
ist es auch normal, daß wir uns freuen, wenn wir zum Beispiel
im Lotto gewonnen haben.
Wie Sie sehen, sind unsere Stimmungen sehr abhängig von äußeren
Einflüssen. Soziale Beziehungen, Partnerschaften, die Familie,
Arbeitskollegen und Nachbarn können unser Befinden sowohl negativ
als auch positiv beeinflussen.
Aber auch die Umgebung selbst hat eine Auswirkung auf unsere Gefühlslage:
Ist es sehr laut, sehr heiß, sehr kalt oder sitzen wir vielleicht
vor einem Kamin, in dem ein wärmendes Feuer brennt?
Aber auch innere Faktoren sind verantwortlich für unsere Stimmung,
z.B. Hunger und Durst, Langeweile, genügend Schlaf, körperliche
Fitness oder Krankheiten. Natürlich gibt es noch mehr Faktoren,
die die Stimmungslage in uns sowohl negativ als auch positiv beeinflussen
können.
Falls eine depressive Stimmung von einem oder mehreren dieser oben
genannten Faktoren verursacht wird, so deutet dies nicht auf eine
Depression hin. Die negative Stimmung ist alleine verursacht durch
den genau zu benennenden Faktor und verschwindet meist nach der
Beseitigung dieses Faktors wieder. Und normalerweise hat die Psyche
des Menschen auch eine gewisse Selbstreinigungskraft oder Selbstheilungskraft,
die uns solche ungünstigen Umstände leichter verdauen
lässt.
Man kann sogar sagen, daß solche Stimmungsschwankungen notwendig
sind für unsere Psyche. Denn erst der Unterschied zwischen
guter und schlechter Stimmung macht eine ausgeglichene und gesunde
Psyche aus. Erst wenn man merkt, daß es auch schlechte Tage
gibt, kann man sich über gute Tage wirklich freuen!
Was kann ich tun, wenn ich eine negative Stimmung habe?
Jeder hat einmal einen depressiven Tag, das ist vollkommen normal.
Was kann man aber dagegen tun?
Hier einige Tipps:
- Versuchen Sie, Entspannungstechniken zu lernen wie zum Beispiel
Yoga oder autogenes Training. Da man sich dies normalerweise nicht
selbst beibringen kann, wäre es sinnvoll, rechtzeitig einen
Kurs zu belegen.
- Machen Sie Sport.
- Bewegen Sie sich, machen Sie den Garten, putzen Sie das Haus,
gehen Sie spazieren.
- Halten Sie Ihren Körper in Schwung.
- Leben Sie gesund, essen Sie ausgewogen, trinken Sie genug, duschen
Sie am Morgen kalt, schlafen Sie genug.
- Trinken Sie wenig Alkohol und Rauchen Sie nicht, nehmen Sie
auch keine anderen Drogen.
- Essen Sie genügend Kohlenhydrate, zum Beispiel Brot, Nudeln,
Kartoffeln oder Müsli. Eine Ernährung, die überwiegend
aus Eiweiß besteht, kann schlechte und depressive Laune
verursachen.
- Achten Sie auf einen gewissen Lebensrhythmus.
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